Energie für die nächsten Generationen

Sie sind hier: Startseite » Mensch & Natur » Neue Energien

Neue Energien

Wir sollten uns offener mit neuen Energien beschäftigen. Die Jungen tun es bereits aber die meisten Menschen sind sehr skeptisch. Das Thema Elektoauto wird in meinem Bekanntenkreis sehr negativ geredet. Ich suche nach Fakten um das Thema besser zu verstehen.

Elektroauto, na klar?

Elektofahrzeugen gehört die Zukunft. Überhaupt muss der elektrischen Energie der Vorrang vor den fossilen Treibstoffen gegeben werden. Wenn die fossilen Reserven zu Ende gehen ist es zu spät. Bei den Elektrofahrzeugen stellt sich in erster Linie die Frage nach der Verfügbarkeit von Strom für alle Fahrzeuge. Darüber wird viel geredet, auch viel Blödsinn. Ich möchte den Fakten auf den Grund gehen.

Was wäre wenn in Österreich alle Autos mit E - Antrieb fahren würden?

Vom statistischen Zentralamt kommt die Information das in Österreich jedes Auto im Durchschnitt 42 Kilometer weit pro Tag fährt. Für diese Strecke braucht ein E Auto 6,9 kWh oder etwa 2400 kWh pro Jahr. Wieviel ist das eigentlich jetzt? Das entspricht einer modernen Photovoltaik Anlage mit einer Fläche von 15 Quadratmetern. Das ist nicht sehr viel, ein größerer Parkplatz etwa. Wenn jetzt alle 4,8 Millionen Autos in Österreich mit E-Antrieb fahren würden, bräuchten wir dazu eine Photovoltaik Fläche von 70 Quadratkilometer. Die gesamte Dachfläche aller Häuser in Österreich ist ca 200 Quadratkilometer. D.h. gut die Hälfte aller Dächer müssten Photovolatik sein. Ich gebe zu sehr einfach gesehen.

Gebe es da nicht das Tag-Nacht Problem

Photovoltaikanlagen produzieren auch Energie, wenn der Himmel bedeckt ist. Weniger zwar, aber immerhin. Aber nur während dem Tag und nicht in der Nacht. Darum sollten Fahrzeuge zunehmend während dem Tag geladen werden, also am Arbeitsplatz, beim Einkaufen, im Freibad oder auf dem Golfplatz. Das ist eine gute Lösung um überschüssige Energie zu puffern. Und bidirektionales Laden wie es VW 2020 auf den Markt bringen wird ermöglicht es, die überschüssige Energie aus dem Speicher der Autobatterie nachts für den Betrieb des Wohnhauses zu nutzen. Deshalb braucht es Lademöglichkeiten an allen Orten, wo Fahrzeuge längere Zeit stehen.

Gebe es da nicht das Sommer Winter Problem

Der Winter ist eine harte Zeit – auch für die Elektromobilität. Denn die eingestrahlte Sonnenenergie ist viel kleiner und damit die Produktion der PV-Anlagen. Der Sommer-Winter-Shift ist deshalb eine grosse Herausforderung. Die neue aber bereits in Betrieb befindliche «Power to Gas» Technologie ist eine mögliche Antwort. Mit der im Sommer anfallenden Überschussenergie wird durch Elektrolyse Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt. Der Wasserstoff wird gespeichert oder kann durch Methanisierung ins Gasnetz eingespeist werden. Im Winter wird aus dem Gasvorrat wieder elektrische Energie erzeugt. Dieser Prozess ist CO2-neutral. Audi forscht an einem e-gas Projekt. Das Ziel des Projekts ist die Erzeugung von synthetischem Methan als Kraftstoff für eine CO2-neutrale Langstreckenmobilität. Das ist nicht Zukunft das ist Heute.

Was würde der Umstieg kosten?

Stellen wir uns vor, wir würden in der Österreich tatsächlich Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 11,5 GW bauen, so würde uns das heute ca. 17 Milliarden Euro kosten, in der Tendenz sinkend. Damit wären wir komplett eigenversorgt und CO2-neutral unterwegs. Heute kaufen wir jährlich für ca. 4 Milliarden Euro Treibstoffe aus dem Ausland für unsere Autos. Der Payback dieses Umstiegs ist also in etwa 4 Jahren zu schaffen.

Eine grandiose Vorstellung?

Wir wären in Österreich komplett Eigenversorgt, ohne Resourcen Begrenzung. Da sollte doch eigentlich jeder einen großen Beitrag dazu leisten. Damit würden wir unseren Enkelkindern etwas gutes hinterlassen. Klar der Politik würde einer der wichtigsten Posten bei den Steuereinnahmen verloren gehen. Es wird Ihnen aber sicher etwas anderes einfallen.



Quelle: teilweise swisscharge.ch

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren