Das gute alte Suppenhuhn

Die beste Hühnersuppe hat meine Oma gemacht

Suppenhuhn, war das Rezept meiner Großmutter. Wenn im Winter die Zeit der Verkühlungen kam duftete es bald im ganzen Haus nach herrlicher Hühnersuppe. Sie schmeckt nicht nur ausgezeichnet, sie ist auch noch sehr gesund. Heute ist es gar nicht mehr so einfach ein richtiges Suppenhuhn zu bekommen. Sicher man kann jedes Huhn in die Suppe geben, aber die Gesundheit der Suppe steigt mit dem Alter der Suppenhuhn.
Warum bekommt man kein Suppenhuhn mehr zu kaufen?
Das was man so beim Diskonter als Suppenklein oder Suppenhuhn bekommt sind auch nicht 30 bis 40 Tage alte Masthühner. Ein richtiges Suppenhuhn ist mindestens zwei Jahre alt und zwei Kilo schwer. Die Industrie ist so spezialisiert auf magere Masthühner, das die meisten Kunden mit einem fetten Huhn gar nichts mehr anzufangen wissen. Außerdem sind die Masthühner so billig das ein gar noch billigeres Suppenhuhn nicht interessant ist, und um Gesundheit geht es ja der Inustrie nicht wirklich. Außerdem ist kein Bedarf an Suppenhühnern da, wer kocht schon noch? Alte Legehennen gäbe es genügend. Man muss sich das vorstellen, allein in Österreich gibt es 6 Millionen Legehennen, was geschieht eigentlich mit denen?
Die alten Legehennen werden in einer Zentrale geschlachtet, die Köpfe kommen ins Tierfutter, die Schlachtkörper gehen nach Nordeutschland und werden in Würste und sonstiges verarbeitet.

Hühnersuppe und Gesundheit

Hühnersuppe wurde schon von den Großeltern als bewährtes Hausmittel bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Egal ob die Nase läuft oder der Hals kratzt, heiße Hühnersuppe lindert die Beschwerden. Ist das wirklich so? Ja , es wurde wissenschaftlich bereits öfters erwiesen, es ist also kein Aberglaube.
Es wurde festegestellt das im Körper ganz bestimmte weiße Blutkörperchen - die so genannten Neutrophilen - die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind, in ihrer Bewegung blockiert werden. Diese Neutrophilen werden bei Virusinfektionen - also auch beim grippalen Infekt - in großen Mengen freigesetzt. Sie lösen Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute in den oberen Atemwegen aus. Weitere Studien ergaben, dass sich das in der Hühnerbrust enthaltene Carnosin positiv auf unsere Immunabwehr auswirkt. Dadurch können Krankheitserreger besser abgewehrt und bekämpft werden. Außerdem hilft die Hitze der Hühnersuppe, die Schnupfenviren zu bekämpfen. Die Viren sind nämlich temperaturempfindlich und werden so in ihrer Vermehrung gehemmt. Gleichzeitig befeuchtet der heiße Dampf die Schleimhäute, was den Abfluss des Sekretes in den Atemwegen fördert.
Wer die entzündungshemmende Wirkung der Hühnersuppe noch steigern will, kann ein Stück Ingwerwurzel und etwas Chili mitkochen.

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