Für die nächsten Generationen

Klimakrise - tun wir doch selber was

Wir wollen weitgehend Energieautark werden

Wir haben uns entschlossen einen eigenen Beitrag zur nachhaltigen Lebensweise zu leisten.
Raus aus dem Öl
Ich bin ganz stolz das wir in den nächsten Wochen beinahe komplett Energieautark werden.
Der ganze Stolz meines Vaters war die Zentralheizung mit dem damals neuen Stadler Öl Heizkessel. Das war 1980 der Stand der Technik. Gut 40 Jahre hat er treue Dienste geleistet uns warmes Wasser und Wärme gegeben. Im Jahr brauchten wir für gut 3.000 Euro Heizöl und € 500 für den Strom.

2021 alles Neu
Luftumwärmepumpe
Bodenheizung
8 KWp Photovoltaik Anlage
Batteriestromspeicher
Fenster und Türen neu, das Haus saniert, mit Wärmeschutz verkleidet
und natürlich eine Auto E Ladestation
Saubere Mülltrennung und Müllvermeidung durch einen eigenen Kompost mit Verwendung im Garten
Große Hochbeete für die Eigenversorgung
Ein hauseigenes Regenwasser Sickerbecken, die natürlichste Art der Versickerung am eigenen Grund, besser für das Grundwasser.
Ein eigenes Regenwassersammelbecken zur Reduktion des Wasserverbrauches.

Bis Ende des Jahres sollte alles fertig sein. Danach werde ich eine genaue Analyse machen und berichten. Das kostet alles viel Geld, dafür gibt es halt einige Jahre keinen größeren Urlaub. Ein gutes Gefühl nicht nur über Klimaschutz zu reden sonderen aktiv für unsere Enkel einen Beitrag zu leisten.

Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen. Alter Indianerspruch.

Neue Energien

Wir sollten uns offener mit neuen Energien beschäftigen. Die Jungen tun es bereits aber die meisten Menschen sind sehr skeptisch. Das Thema Elektoauto wird in meinem Bekanntenkreis sehr negativ geredet. Ich suche nach Fakten um das Thema besser zu verstehen. Noch habe ich kein Elektroauto, es wird aber wohl nur eine Frage der Zeit sein.

Elektroauto, na klar?

Elektofahrzeugen gehört die Zukunft. Überhaupt muss der elektrischen Energie der Vorrang vor den fossilen Treibstoffen gegeben werden. Wenn die fossilen Reserven zu Ende gehen ist es zu spät. Bei den Elektrofahrzeugen stellt sich in erster Linie die Frage nach der Verfügbarkeit von Strom für alle Fahrzeuge. Darüber wird viel geredet, auch viel Blödsinn. Ich möchte den Fakten auf den Grund gehen.

Was wäre wenn in Österreich alle Autos mit E - Antrieb fahren würden?

Vom statistischen Zentralamt kommt die Information das in Österreich jedes Auto im Durchschnitt 42 Kilometer weit pro Tag fährt. Für diese Strecke braucht ein E Auto 6,9 kWh oder etwa 2400 kWh pro Jahr. Wieviel ist das eigentlich jetzt? Das entspricht einer modernen Photovoltaik Anlage mit einer Fläche von 15 Quadratmetern. Das ist nicht sehr viel, ein größerer Parkplatz etwa. Wenn jetzt alle 4,8 Millionen Autos in Österreich mit E-Antrieb fahren würden, bräuchten wir dazu eine Photovoltaik Fläche von 70 Quadratkilometer. Die gesamte Dachfläche aller Häuser in Österreich ist ca 200 Quadratkilometer. D.h. gut die Hälfte aller Dächer müssten Photovolatik sein. Ich gebe zu sehr einfach gesehen.

Gebe es da nicht das Tag-Nacht Problem

Photovoltaikanlagen produzieren auch Energie, wenn der Himmel bedeckt ist. Weniger zwar, aber immerhin. Aber nur während dem Tag und nicht in der Nacht. Darum sollten Fahrzeuge zunehmend während dem Tag geladen werden, also am Arbeitsplatz, beim Einkaufen, im Freibad oder auf dem Golfplatz. Das ist eine gute Lösung um überschüssige Energie zu puffern. Und bidirektionales Laden wie es VW 2020 auf den Markt bringen wird ermöglicht es, die überschüssige Energie aus dem Speicher der Autobatterie nachts für den Betrieb des Wohnhauses zu nutzen. Deshalb braucht es Lademöglichkeiten an allen Orten, wo Fahrzeuge längere Zeit stehen.

Gebe es da nicht das Sommer Winter Problem

Der Winter ist eine harte Zeit – auch für die Elektromobilität. Denn die eingestrahlte Sonnenenergie ist viel kleiner und damit die Produktion der PV-Anlagen. Der Sommer-Winter-Shift ist deshalb eine grosse Herausforderung. Die neue aber bereits in Betrieb befindliche «Power to Gas» Technologie ist eine mögliche Antwort. Mit der im Sommer anfallenden Überschussenergie wird durch Elektrolyse Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt. Der Wasserstoff wird gespeichert oder kann durch Methanisierung ins Gasnetz eingespeist werden. Im Winter wird aus dem Gasvorrat wieder elektrische Energie erzeugt. Dieser Prozess ist CO2-neutral. Audi forscht an einem e-gas Projekt. Das Ziel des Projekts ist die Erzeugung von synthetischem Methan als Kraftstoff für eine CO2-neutrale Langstreckenmobilität. Das ist nicht Zukunft das ist Heute.

Was würde der Umstieg kosten?

Stellen wir uns vor, wir würden in der Österreich tatsächlich Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 11,5 GW bauen, so würde uns das heute ca. 17 Milliarden Euro kosten, in der Tendenz sinkend. Damit wären wir komplett eigenversorgt und CO2-neutral unterwegs. Heute kaufen wir jährlich für ca. 4 Milliarden Euro Treibstoffe aus dem Ausland für unsere Autos. Der Payback dieses Umstiegs ist also in etwa 4 Jahren zu schaffen.

Eine grandiose Vorstellung?

Wir wären in Österreich komplett Eigenversorgt, ohne Resourcen Begrenzung. Da sollte doch eigentlich jeder einen großen Beitrag dazu leisten. Damit würden wir unseren Enkelkindern etwas gutes hinterlassen. Klar der Politik würde einer der wichtigsten Posten bei den Steuereinnahmen verloren gehen. Es wird Ihnen aber sicher etwas anderes einfallen.



Quelle: teilweise swisscharge.ch

Autobatterien derzeitiger Stand 2019

Das Recycling von E-Auto-Batterien ist eine der großen Streitfragen in der öffentlichen Diskussion, wenn es um die Sinnhaftigkeit von E-Mobilität geht.

Maria Brandl - Motor.at

In einer typischen Lithium-Batterie für rund 350 km elektrische Reichweite mit 60 kWh stecken rund 6,5 kg Lithium, 18 kg Kobalt, 17 kg Mangan, 18 kg Nickel, 60 kg Kupfer und 37 kg Aluminium. Alles wertvolle Rohstoffe. Doch wenn die großen Autohersteller bei der Vorstellung ihrer neuen E-Autos nach der Verwertung alter Lithium-Batterien gefragt werden, so wird heute praktisch immer auf deren Einsatz als stationäre Stromspeicher nach dem Autoleben verwiesen. Recycling sei erst in rund 20 Jahren nötig. Dabei gibt es bereits industrielle Anlagen dafür, auch bei der Firma „Saubermacher“, dem laut Eigendefinition größten Batterieentsorger Europas.
Saubermacher übernahm 2016 die deutsche Firma Redux in Bremerhaven. 5 Mio. Tonnen, vorwiegend Consumer-Batterien, werden schon bisher von der Firma rezykliert.
Neues Verfahren
Für die Lithium-Batterien hat Saubermacher zusammen mit der Montanuniversität Leoben ein eigenes Verfahren entwickelt und eine neue Anlage errichtet. Sie konzentriert sich auf die Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Batterien. Nickel-Metall-Hydrid-Batterien von Hybridautos werden an andere Betriebe abgegeben. Während Mitbewerber wie die belgische Umicore die Lithium-Batterien einschmelzen und so die wertvollen Rohstoffe zurückgewinnen, setzt Saubermacher auf eine mechanische, „trockene“ Methode. Das benötige weniger Energie. Die Batterien müssen als Erstes entladen werden und werden dann sortiert und zerlegt. Die Kapazität der Lithium-Batterie-Entsorgungsanlage beträgt derzeit 10.000 Tonnen pro Jahr. Stoffe wie Stahl, Kobalt, Kupfer lassen sich sehr gut rezyklieren, so Valentin Stein von der Firma Saubermacher. Die Wiederaufbereitung von Lithium ist technisch machbar, wird derzeit aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht gemacht. „Neues“ Lithium ist viel günstiger als das recycelte.
Durchs Recycling gewonnene Rohstoffe wie Aluminium, Kupfer oder Kobalt können wieder für Batterien verwendet werden. Die Rückgewinnung der Rohstoffe beim Recycling erfordert höchste Präzision. Lithium ist ein ganz feiner Staub, teilweise im Mikrometer-Bereich, von dem schon winzige Mengen genügen, um andere Sekundär-Rohstoffe zu verunreinigen. So kann etwa Alu, das mit bloß 5 ppm (5 Teile pro Million) Lithium verunreinigt ist, nicht mehr als Wertstoff in die Gießerei geliefert und muss als billigerer Rohstoff verkauft werden. „Diese Reinheitsanforderungen sind für uns als Recyclingbetrieb eine große Herausforderung“, sagt Stein.
Heute müssen jene, die gesetzlich für die Entsorgung der Batterien verantwortlich sind, etwa Autohersteller, pro Batterie rund 500 Euro drauflegen, wie von Experten auf einschlägigen Kongressen zu hören ist. Vor ein paar Jahren wurde noch von rund 1500 Euro gesprochen.
Grundsätzlich ortet Stein viel Interesse bei den Autoherstellern, dass das Batterierecycling samt Wissen in Europa bleibt, auch um dank der zurückgewonnenen Rohstoffe eine gewisse Unabhängigkeit von den Lieferanten zu haben. Saubermacher ist diesbezüglich an vielen Kooperationsprojekten beteiligt.
Leid sind die Entsorger bei Lithium-Batterien gewöhnt. Schon winzige Lithium-Batterien in Grußkarten, die in den Papiercontainer geworfen werden, reichen, um ganze Papierlager abzufackeln.
Lithium-Batterien brennen explosionsartig und können, so Hans Roth, Chef der Firma Saubermacher, bei einem Brand „nur mit Wasser ertränkt werden.“ Selbst entladene Batterien können bei Beschädigungen etwa durch einen Kran zu brennen beginnen. Besonders brandfreudig sind Akkus von E-Fahrrädern und E-Mopeds.
Quelle Maria Brandl - Motor.at

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