Wir sind bis 19. September 2019 auf Schatzsuche. 

 

Das Sulmtaler Kaiserhuhn, eine historische Geschichte!

Sulmtaler Hühner

Eine ganz besondere Rasse

Das Sulmtaler Huhn ist eine wetterfestes Zweinutzhuhn das sowohl wie früher üblich Eier als auch Fleisch liefert. Es ist ein Landhuhn mit 300 jähriger Geschichte mit kräftiger Statur und feinem Knochenbau. Das typische Rassenmarkmal ist ein kleiner weißer Schopf der bei den Hennen größer ist als beim Hahn. Das Sulmtaler Huhn besitzt sehr viele gute Eigenschaften. Es ist temperamentvoll, legefreudig, sehr robust, winterhart und widerstandsfähig. Es besitzt gute Bruteigenschaften und frisst sehr gerne. Das Sulmtaler Huhn ist das ganze Jahr im Freien auch im Winter ist es im Wald anzutreffen.

» Sulmtaler Huhn kaufen bei Schätze aus Österreich

Sulmtaler Hühner mit Gockel

Das "Kaiserhuhn"

Das mitteleuropäische Landhuhn stammt vom asiatischen Bankivahuhn ab. Historisch belegt ist das in Asien bereits 5000 v. Chr. Hausgeflügel gehalten wurde. Der phönizische Welthandel brachte das Huhn vor 3000 Jahren nach Europa. Unter Karl dem Großen (742 - 814) wurden die ersten Verordnungen für die Hühnerzucht erlassen.
Das heutige Sulmtaler Huhn stammt vom steirischen Landhuhn ab. Schon Jahrhunderte ist das steirische Huhn durch seine besondere Fleischqualität bekannt. Ab dem 17. Jahrhundert galt der steirische Kapaun wegen seiner Größe und seiner besonderen Zartheit seines wohlschmeckenden Fleisches weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt. Schon damals wurden ca. 100.000 Stück nach ganz Europa geliefert. Sie wurden vorwiegend an großen Fürsten- Königs- und Kaiserhäusern verspeist. Das führte zum Namen "Kaiserhuhn".
Um 1800 bildete die Hühnerzucht in der Steiermark einen wichtigen Zweig der Landwirtschaft. Pro Landwirtschaft wurden durchschnittlich zehn Hühner gehalten. Sie wurden vor allem in Maisanbaugebieten gehalten. Die Vermehrung, Pflege und Fütterung der Hühner lagen meist in den Händen der Bäuerinnen.
In dieser Zeit gelangten jährlich etwa 20.000 Stück nach Wien und damit an die Höfe der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Am Wiener Kaiserhof wurden ausschließlich Hühner aus dem Sulmtal verarbeitet. Das steirische Sulmtal galt, neben der französichen Bresse, als das namhafteste Hühnerzentrum der damaligen Zeit. Sogar zur Feier der Krönung von Kaiser Napoleon im Jahr 1804 wurden 150 Kapaune und 50 Hühner vom steirischen Landesamt geordert.

>>> Sulmtaler Kücken

Das "Sulmtaler" Huhn entsteht

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert wurde das Steirerhuhn durch massive Einkreuzungen mit verschiedenen Rassen wie Cochin, Dorking oder Houdan in seiner ursprünglichen Rasse massiv bedroht. Weiniger Legeleistung, das feine Knochengerüst wurde durch ein grobes ersetzt, die Brustbeilänge wurde verkürzt und der Fleischansatz verringert.
Um 1900 gelang es Armin Arbeiter vom steirischen Geflügelzuchtverein in 7 Jahren wieder das schwere steirische Landhuhn rückzuzüchten. Er nannte es damals das "Sulmtaler". Auf internationalen Ausstellungen wurde es aufgrund ihrer prächtigen Kondition stark prämiert. Das Sulmtaler verbreitete sich rasch. Um 1914 waren Sulmtaler Hühner bereits auf tausend Höfen zu finden. Als hervorragendes Zweinutzhuhn für Eier und Fleisch wurde das Sulmtaler somit zu einer wichtigen Einnahme- und auch Versorgungquelle.
Nach drastischen Rückgängen des Bestandes im ersten Weltkrieg wurde es im 2. Weltkrieg auf behördlichen Auftrag auf Legeleistung gezüchtet. Als Folge gingen Körpergewicht und Fleischansatz stark zurück. In den bäuerlichen Betrieben blieben jedoch die Hühner mit höherem Gewicht erhalten, so dass im Sulmtal auf fast allen Bauernhöfen prächtige schwere Sulmtaler anzufinden waren.
In den 60 Jahren wurde aufgrund des Aufkommens der industriellen Hühnerzucht die bäuerlichen Hühnerzüchter nach und nach geschlossen. Das landwirtschaftliche Potenzial dieser Hühnerrasse war stark gefährdet. Ende der 80 Jahre besannen sich wieder einige Züchter der besonderen Qualität dieser Naturrasse. Seit 2004 ist eine kleine Züchtergruppe mit der Universität Marburg bestrebt, die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren. Der aktuelle Bestand in Österreich beträgt ca. 3.000 Tiere.
Die Rasse ist in der Roten Liste der seltenen Nutztierrassen in Österreich enthalten.

Text aus "Das Sulmtaler Huhn" von Mag. Doris Reinthaler und Mag. Eva Sommer.

Die wichtigste Phase vom Ei bis zum Jungtier

In den ersten 14 Tagen werden die Sulmtaler Piperl in unserem eigenen Wärmebett aufgezogen bei ca. 32° fühlen sie sich am wohlsten. Da kuscheln die kleinen Henderl auch schön zusammen. Relativ schnell bekommen sie jetzt kleine Federn. Die größte Betreuung ist in der Phase vom Ei bis zum Jungtier notwendig. Wir bemühen uns die Küken zumindest annähernd so sorgsam zu umsorgen wie die Glucke. Wir bieten den Küken Abwechslung beim Futter, wissen was Ihnen gut tut, wärmen und bereiten sie auf das Leben vor. Die Glucke tut dies vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang und solange, bis die Jungtiere alleine zurechtkommen. Es reicht nicht aus die Wärmelampe einzuschalten, Futterautomaten mit Fertigfutter zu füllen und den Wasserspender gelegentlich zu reinigen. Das unterscheidet eben den kleinen Züchter und bringt diese hervorragende Qualität die man kaum noch bekommt.

Geflügelhaltung mit sehr viel Freilauf

Die ersten drei Monate ernähren sich die Sulmtaler Jungtiere selber. Die Zufütterung ist dabei sehr gering. Für die besondere Qualität unserer Sulmtaler muss jedem Huhn eine große Fläche Freiland zur Verfügung stehen. Schon kurz nach Sonnenaufgang sind die Sulmtaler auf der Wiese unterwegs. Bei Sonnenuntergang kommen sie einem natürlichen Instinkt folgend alle wieder in den sicheren kleinen Stall zurück. Damit sind sie zum Schutz vor Raubtieren im wetterfesten sicheren Hühnerstall untergebracht. Der Hühnerstall hat genügend Platz und viele Sitzstangen die für ein zufriedenes Zusammenleben der Hühner sorgen.
Bei Schlechtwetter haben die Hühner einen eigenen Überdachten Platz zum Scharren wo sie auch bei stürmischen Wetter vor Zugluft geschützt sind.
Kleingruppen Haltung: Die Sulmtaler Hühnergruppe ist ca. 100 Hühner also ein schön überschaubare Kleingruppe.

Sulmtaler Hühner auf der Wiese

Die kaiserliche Qualität macht den Unterschied

Das Sulmtaler Huhn sucht sich generell seine Nahrung auf Wiesen und im Wald. Kleintier wie Würmer, Insekten aber auch Gräser Kräuter und Klee. Der restliche Bedarf wird durch Zusatzfutter wie Mais, Bohnen, Erbsen, Sonnenblumenkerne aus einer nahen Mühle gedeckt.
Die Sulmtaler werden ca 14 bis 18 Wochen zur Schlachtreife gehalten. Die letzten vier Wochen bekommen die Sulmtaler einen Festschmauß. Um die Fleischqualität in Zartheit und Aroma zur Kaiserqualität zu bringen bekommen die Sulmtaler jetzt eine spezielle Futtermischung die ihnen besonders gut schmeckt. Eine Mischung aus regionalen Futter vom Feinsten. Bio Mais und Getreide. Vor allem aber Rahm und Topfen das macht das Fleisch besonders fein. Dieses Spezialfutter der letzten vier Wochen macht die Sultmtaler zur Delikatesse

» Sulmtaler Huhn kaufen bei Schätze aus Österreich

In der Küche braucht das Sulmtaler Huhn vor allem eines "Zeit"

Das Sulmtaler ist ein Qualitätserzeugnis. So wie man einen Qualitätswein mit einem gewissen Ritual verkosten soll, verlangt auch die Zubereitung des guten Geflügels gewisse Vorraussetzungen um seine hervorragende Qualität voll zur Wirkung zu bringen. Um die hohe Qualität auf den Teller zubringen, müssen Sie dem Huhn Zeit lassen. Am Besten wenn es langsam gart oder schmort. Damit das Qualitätsgeflügel seine innere Qaulität bewahrt, muss es in sich selbst braten. In einem Bräter bleibt der größte Teil des intermusklären Fettes darin enthalten und der Gaschmack dringt tief in die ganze Masse ein. Außerdem verliert es damit nicht die Flüssigkeit und bleibt schön saftig.

Das Sulmtaler Huhn eignet sich gut zum Einfrieren

Die Frische ist ein zarter Hauch von Wohlgeschmack. Das Sulmtaler Huhn eignet sich gut zum Einfrieren. Die Knochen verändern ihre Farbe nicht und das Aroma bleibt gut erhalten. Frieren Sie das Huhn aber nicht zu lange ein und verwenden Sie den Tiefkühler mehr als Frischeerhalter und nicht so sehr als Langzeitlagerung. So etwa 4 bis 5 Monate merken Sie kaum einen Unterschied im Wohlgeschmack.

Sulmtaler Huhn gefüllt als traditionelles Brathuhn

Zutaten für 4 + Personen:
2 bis 2,5 kg Sulmtaler Huhn
Bergkern Salz
Pfeffer,
Kümmel
Lorbeerblatt
Rosmarin,
10 Kartoffel
8 mittelgroße Zwiebel
1 Tasse Hühnerbrühe
100g Mangalitza Speck
20g Rohmilchbutter
--------------------------------------
Für die Füllung
5 harte Semmeln würfelig geschnitten
2 Eier
0,2 l Milch
Majoran
Thymian
gehackte Petersilie
Bergkern Salz
Pfeffer
eine Zwiebel, klein gehackt
Mangalitza Schweine Fett

Zubereitung

Das Backrohr auf gut vorheizen mind. auf 160 Grad.
Die harten Semmeln klein würfelig schneiden, den Zwiebel im Mangalitza Fett rösten und mit den Gewürzen vermischen. Die Eier, Dotter und Eiweis mit der Milch vermischen schön versprudeln und aus der Fülle eine kompakte Masse machen. Die Masse danach etwas rasten lassen.
Das Sulmtaler Huhn mit dem Bergkern Salz innen und außen einsalzen, pfeffern und mit Rosmarin würzen. Mit der Semmelmasse füllen und in den Bräter legen. In der Pfanne etwas Mangalitza Speck in Butter glasig braten. Das Sulmtaler Huhn in einen Bräter legen und den Speck darüber gießen und im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene bei ca. 160 Grad braten. Öfters mit Brühe übergießen. Nach einer Stunde auf 180 Grad erhöhen und nach ca 1,5 Stunden Kartoffel und Zwiebel um das Huhn herum in den Bräter geben mit etwas Brühe übergießen. Alle 20 Minuten Brühe nachpinseln. Falls die Kartoffel zu viel Flüssigkeit aufgenommen haben, etwas Wasser nachgießen. Vor dem Ende der Garzeit das Huhn 10 min auf höchster Stufe überbraten. Anschließend das Huhn aus dem Rohr geben und einige Minuten rasten lassen. So kann der Bratensaft noch einmal richtig einziehen, die Haut bleibt knusprig und das Fleisch besonders saftig. P.S. Etwas Nussöl am Ende des Bratens verleiht dem Ganzen einen ungewöhnlichen Flavour.
Huhn aus dem Bräter heben und tranchieren, mit Petersilie bestreute Kartoffeln und Zwiebeln auf Tellern anrichten und mit den Hühnerstücken servieren.

Huhn & Co von Gerd Wolfgang Sievers
Die besten Rezepte von Huhn & Pute, Ente & Gans
ISBN: 978-385431561-2 Pichler Verlag, Wien
Hühnerfleisch ist eines der beliebtesten Grundprodukte in der Küche. Als leichtes, fettarmes und gesundes Nahrungsmittel ist es besonders gut für die moderne Küche geeignet. Es lässt sich äußerst vielseitig zubereiten und bietet dem Koch viel Raum für Kreativität und Fantasie; deshalb wurde ihm ein Großteil des Buches gewidmet.
Schöne Interpretationen, sehr kreativ, mit vielen Tipps und Tricks zu den Rezepten. Zum Thema Huhn bietet das Buch umfassende Ideen, von klassisch bis modern, allesamt gut nachkochbar. Wer also ein Hühnerfan ist dem sei das Buch ans Herz gelegt... sehr empfehlenswert wegen der vielen Huhnrezepte!



powered by viso.at

NEWSLETTER

Join our mailing list to receive updates on new arrivals and special offers.