Für den Michi und die Maria Resch ist jetzt viel Arbeit mit der Vorbereitung für einen schneereichen Winter. Auf der Höhe des Archehofes gibt es immer viel Schnee und es kann da heroben grimmig kalt werden. Die Ställe und die Fütterung muss gut vorbereitet werden, wir wollen ja das es den Tieren auch im Winter gut geht.
Ende Oktober 2026 - die neue Familie der Braunschafe macht uns eine große Freude. Unsere Tochter Anna hat den Tieren schon alle einen Namen gegeben und kennt jedes einzelne Schaf. Für Sie ist es eine Freude so auf dem Hof mit den Tieren aufzuwachsen.

Am liebsten ist die Anna mitten unter ihren Tieren. Noch dazu wo es gerade kleine Lämmer gibt.

Nur rund 20 Kilometer von Salzburg entfernt ist unser Arche Hof Unterdöller in Faistenau zu finden. Ein malerischer Ort im Salzkammergut, an dem viele sowohl im Sommer als auch im Winter ihrer Leidenschaft zum Sport nachgehen. Dort wo andere Urlaub machen, sind wir zu Hause und stellen regionale Produkte her. Das Besondere an unserem Arche Hof? Wir geben seltenen Nutztierrassen ein Zuhause.
Tiere liegen uns am Herzen und gerade deshalb spielt das Wohl der Tiere eine wichtige Rolle für uns. Am Arche Hof Unterdöller fühlen sich auf den großen Grünflächen inklusive Wald und einem Almgebiet viele seltene Nutztiereassen wohl.

Das Braune Bergschaf gilt als sehr widerstandsfähige und robuste Rasse. Die Tiere sind besonders bodenständig sowie genügsam und zeichnen sich durch Vitalität und Weidetauglichkeit aus. Egal ob Almweide oder schroffe Felslandschaft – das braune Bergschaf findet sich in den Bergen ausgezeichnet zurecht. Das Braune Bergschaf ist optimal an die Haltungsbedingungen im Hochgebirge angepasst. Es ist tritt- und steigsicher, hat harte Klauen und ist aufgrund seiner Wollstruktur auch für niederschlagsreiche Gegenden gut geeignet.

Viele Menschen wissen, dass täglich Arten von Wildpflanzen und von Wildtieren aussterben. Wenige Menschen wissen, dass das gleiche Schicksal auch vielen von unseren Nutztierrassen droht.
Die landwirtschaftlichen Tierbestände setzen sich nur noch aus wenigen – sogenannten Hochleistungsrassen – zusammen. Zahlreiche, früher sehr beliebte und auch weit verbreitete, Rassen sind durch kurzsichtiges Denken (aber nur scheinbar) unwirtschaftlich geworden. Viele Rassen, die den einseitigen Zuchtzielen der modernen Tierproduktion nicht mehr gerecht werden, sind entweder ausgestorben oder nur noch in Restbeständen vorhanden.
Damit geht nicht nur kostbares Erbgut, das seit Jahrhunderten bei uns beheimatet ist, unwiederbringlich verloren, sondern auch ein Stück „lebende Kulturgeschichte" verschwindet für immer.
In einer Zeit des ökonomischen Wandels in der Landwirtschaft und der ökologischen Bedrängnis unserer Welt ist unsere Gesellschaft, unsere Generation, verpflichtet, diese Werte unseren Nachkommen zu erhalten. Die Zielsetzung der Produktionssteigerung in der Landwirtschaft wird zunehmend in Frage gestellt, umweltverträgliche Produktion, Extensivierung und Landschaftspflege rücken wieder in den Vordergrund. Nicht zuletzt wächst die Forderung des Verbrauchers nach Qualität der Produkte und nach artgemäßer Tierhaltung. In Anbetracht dieser Entwicklung wird der Einsatz der robusten und genügsamen, der traditionellen Mehrnutzungsrassen wieder zunehmend an Bedeutung gewinnen. Diese alten, extensiven Rassen eignen sich nicht für die Massentierhaltung, dafür aber bestens für die alternativ produzierenden Landwirte.
Um die interessierte Bevölkerung mit dieser Problematik vertraut zu machen eignen sich unsere ARCHE Höfe in besonderer Weise. Ein ARCHE Hof verfolgt unter anderem das Ziel, praxisnah eine breite Öffentlichkeit mit der Problematik der Erhaltung von alten, in ihrem Bestand bedrohten Nutztierrassen, vertraut zu machen und aufzuzeigen, wie sich gefährdete Nutztierrassen unter landwirtschaftlichen Gesichtspunkten in den Betriebsablauf einbinden lassen.

Ein Archehof arbeit nach strengen Kriterien. Viel mehr dem Tierwohl angepasst als Bio. Bio wird durch die Lebensmittelindustrie und Internationalisierung immer mehr aufgeweicht. Archehöfe bleiben kleine und stabil, daran hat die Industrie auch wenig Interesse.

Der erste Schnee schaut schon von der Alm herunter. Wir sind über 1.000 m Seehöhe. Da sind die Winter streng, man sagt die Faistenau ist ein Schneeloch. Der Michi richtet den Stall für die Tiere wie ein Wohnzimmer ein. Viele Ideen bringt er ein damit die Tiere es auch im Winter gut haben. In den Archehöfen ist Tierwohl kein Werbeslogan. Tierwohl wird da gelebt, jedes Tier hat einen Namen und gehört zur Familie.

Trockene Kälte und Schnee machen unseren braunen Bergschafen und auch den Blobeziegen wenig aus. Gefährlich ist die nasskalte Witterung, Dauerregen und starker Wind, da wird die Wärmeisolation der Wolle stark angegriffen. Die Tiere kommen in den trockenen und warmen Stall.
Im Freien haben die Tiere einen trockenen, zugfreien Unterstand. Wenn jedoch richtig viel Schnee ist gehen die Bergschafe lieber in den Stall.
Im Winter benötigen die die Braunschafe und die Blobeziegen hochwertiges Heu als Raufutter-Basis, ergänzt durch Mineralfutter. Frisches Wasser aus dem hauseigenen Brunnen muss immer frostsicher durch beheizbare Tränken zur Verfügung stehen, damit die Schafe nicht dehydrieren.

Tägliche Kontrolle, das macht natürlich die Anna: Die Herde muss mindestens einmal täglich kontrolliert werden, um den Gesundheitszustand und die Körperkondition zu prüfen.
Das beste Heu ist bereits am Heuboden. Für uns war es ein gutes Jahr, wir haben viel und ausgezeichnetes Heu geerntet. Das ist der Voteil durch unsere Höhenlage, saubere Luft und viel gesundes frisches Wasser.

Die offiziellen Kriterien und Regeln für die Anerkennung als Archehof, vergeben durch Organisationen wie die ARCHE Austria in Österreich oder die GEH in Deutschland, dienen dem Erhalt und der Zucht seltener, vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen. Sie grenzen den Hof klar von reinen Hobbyhaltungen oder Streichelzoos ab.

Es ist ein Bilderbuch Herbsttag, und die Tiere genießen die Herbstsonne. Trockene Kälte macht ihnen nichts aus in ihrem warmen Winterfell.
Wir sind im Sommer 2026 sind wir erstmals auf die kleine Herde getroffen. In ihrem schönen Fell in ihrer wunderbaren braunen Färbung so schön, im glänzenden Sommerfell so ansprechend, dass bei uns sofort der Funken übergesprungen ist. Wie Schön sind doch die braunen Bergschafe. Es ist wunderbar, dass jetzt auf unserem Archhof ihre Wolle in der Herbstsonne glänzt.
Wir haben einen wirtschaftlichen Plan erstellt und uns die Herde mit viel Freude gekauft. Es ist unser Ziel Lammfleisch zu produzieren und auch dieses wunderbare ungefärbte schöne Fell zu verkaufen. Gemeinsam mit unseren Blobeziegen werden wir Spezialitäten verkaufen um die Rasse in ihrem Bestend zu sichern.


• Mindestens 3 Rassen aus 3 verschiedenen Spezies: Der Betrieb muss in der Regel mindestens drei verschiedene gefährdete Rassen halten, die auf der offiziellen „Roten Liste“ stehen (z.B. eine Rinderrasse, eine Schafrasse, eine Geflügelrasse).
• Aktive Zucht (Vatertierhaltung): Bei mindestens zwei dieser Rassen muss eine aktive, zuchtfähige Population inklusive der Haltung eines passenden Vatertiers (z.B. ein Widder oder Eber) vorhanden sein.
• Ausnahmeregelung: Große Herdenverbände in traditionellen Nutzungssystemen (z.B. große Schafherden in Naturschutz- oder Beweidungsprojekten) können nach Absprache auch mit weniger Rassen anerkannt werden.
2. Zucht- und Haltungsauflagen
• Verbot von Embryotransfer: Der Einsatz von künstlichem Embryotransfer zur Leistungssteigerung oder Vermehrung ist auf Archehöfen strengstens untersagt.
• GVO-freie Fütterung: Die Fütterung der Tiere muss garantiert frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sein.
• Artgerechte Haltung: Die Haltung muss den natürlichen Bedürfnissen der Rassen entsprechen, idealerweise im Herdenverband und mit Auslauf.
• Hornstatus (Rinder/Ziegen): Das Enthornen der Tiere ist grundsätzlich verboten.
3. Betriebsführung und Öffentlichkeitsarbeit
• Einbindung in den landwirtschaftlichen Betrieb: Ein Archehof ist ein wirtschaftender Betrieb. Es soll gezeigt werden, dass mit alten Nutztieren praxisnah und ökonomisch gearbeitet werden kann.
• Präsentationsstätte und Wissensvermittlung: Der Hof übernimmt eine Vorbild- und Bildungsfunktion. Er muss für die Öffentlichkeit (Besucher, Schulklassen, interessierte Züchter) zugänglich sein, um Bewusstsein für die Artenvielfalt zu schaffen.
• Ein nach biologischen Kriterien geführter Betrieb, Bio Zertifizierung ist aber keine zwingende Grundvoraussetzung, solange die Erhaltungszucht im Vordergrund steht.
4. Verbandspflichten
• Kontrollen: Die Einhaltung der Richtlinien wird regelmäßig überprüft. Werden Mängel festgestellt, gibt es Fristen zur Behebung, gefolgt von einer kostenpflichtigen Nachkontrolle.
• Teilnahme an Klausuren: In Österreich führt das zweimalige unentschuldigte Fernbleiben bei der offiziellen ARCHE-Hof-Klausur zur Aberkennung des Titels.