Kuhhorn ist Teil der Natur

Warum haben die Kühe Hörner

Die Natur hat den Kühen die Hörner zur Verteidigung und Rangdemonstration gegeben. Neueste Forschungen haben ergeben das die Hörner aber auch bei der Rohmilch eine Rolle spielen. Die Spiralform der Hörner erzeugt eine Energie die sich positiv auf die Qualität der Milch auswirkt.
Das Kuhhorn sorgt immer wieder für emotionale Diskussionen. Die einen können sich nicht vorstellen, Kühe ohne den stolzen Kopfschmuck zu halten. Andere sind froh, endlich mit dem Risikofaktor Horn aufgeräumt zu haben. Wenn Kühe richtig gehalten werden brauchen sie nicht enthornt werden. Rinder haben eine Rangordnung die verlangt, dass ein niedrigeres Tier, zum höheren einen gewissen Abstand hält. Ist die Rangordnung einmal hergestellt gibt es wenig Reibereien.

In den viel zu engen Ställen der Massentierhaltung ist die natürliche Rangordnung nicht möglich und es kommt ständig zu Streitereien und Verletzungen.
Es ist erschütternd, was wir Menschen alles einfach abschneiden, wenn es uns nicht in den Kram passt. Das Kuhhorn ist kein empfindungsloses Material, sondern mit Blutgefäßen und Nervenfasern durchzogen. Deshalb fühlt es sich bei Berührung auch warm an. Die Hörner der Kuh sind nicht nur schön, sondern erfüllen eine wichtige Aufgabe bei der Verdauung und dem Stoffwechsel bei der Milchproduktion. Dies kann mit der bildschaffenden Hagalis Kristallanalyse der Milch dargestellt werden. Vergleiche der Rohmilch von behornten und enthornten Kühen machen deutlich, dass die Kuh ihre Hörner braucht.

Ein Plädoyer für unsere Landwirte

Ich als Konsument rede mich leicht, für mich sind die Kuhhörner keine Gefahr, für unsere Landwirte aber schon. Zweifellos birgt das Horn ein gewisses Unfallrisiko. Deshalb befürwortet die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft die Enthornung der Kühe. Nach ihrer Auskunft ist die Zahl der Unfälle mit Tieren in den letzten Jahren stabil geblieben. Sie sei auf ungefähr 15 Prozent aller Unfälle in der Landwirtschaft zu schätzen. Dank der zunehmenden Enthornung seien Hornunfälle klar rückläufig, während andere Tierunfälle aufgrund veränderter Haltungssysteme zugenommen hätten.
Besonders häufige Unfälle mit dem Kuhhorn seien Verletzungen im Gesichtsbereich, in ihrer schlimmsten Form als Augenverletzungen. Selbstverständlich muss das Ziel sein, möglichst viele Unfälle zu vermeiden. Doch es führen auch andere Wege als das Enthornen dazu. Eine Studie der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETH hat gezeigt, dass der Umgang des Menschen mit den Tieren einen entscheidenden Faktor in der Risikobegrenzung darstellt. Darin liegt ein grosses Potential, nur lässt sich dieser Faktor weniger leicht verändern als die Stirn des lieben Vieh.

Die Meinung der Kuh

Ich als Kuh bin weit glücklicher, wenn ich meine Hörner behalten darf und sehr viel draussen weiden kann. Dann stört mich auch im Winter die Haltung im normalen Stall nicht obwohl ich angebunden bin aber dafür einen fixen Platz habe. Ich bin eine Kuh und mir liegt sehr viel an einer Hierachrischen Ordnung, das entspricht einfach meinem Wesen mehr als ein Wellness Freilaufstall für den ich meine Hörner opfern muss.

Die Rangordnung der Kuh

Hörner sind als Waffe bei Rangkämpfen nützlich. Wenn zwei Kühe festlegen wollen, wer in der Rangordnung höher steht, treten sie sich mit ihren Hörnern gegenüber. Die Kuh, welche die andere wegzustossen vermag, nimmt in der Hierarchie der Herde den höheren Platz ein. In einer Herde mit horntragenden Tieren steht die Rangordnung schneller fest.
Behornte Tiere messen ihre Kraft Schädel an Schädel. Sie brauchen ihre Hörner zum Verhaken und versuchen, die Rivalin frontal weg zu schieben. Solange das einmal unterlegene Tier ihre Genossin als dominant respektiert, kommt es zu keinen weiteren Kämpfen. Angriffe auf die Seite einer Rivalin sind seltener und hinterlassen schnell gut sichtbare, im Normalfall aber harmlose blutige Kratzer auf der Haut. Bei horntragenden Tieren können in Freilaufställen mit Liegeboxen aber auch Scheiden und Euterverletzungen auf treten.
Enthornten und hornlosen Tieren fehlt die Möglichkeit, ihre Kräfte Schädel auf Schädel zu messen, da sie schnell abrutschen würden. Es fehlt ihnen das Mittel zur fairen Auseinandersetzung. Es ist deshalb einfacher, eine Rivalin in die Seite zu rammen. Das verursacht zwar keine sichtbaren, aber nicht unbedingt harmlosere Verletzungen. So sind Rippenbrüche und schmerzhafte Blutergüsse bei Kämpfen enthornter Kühe häufiger anzutreffen als bei Kämpfen horntragender Tiere. Zudem sind die hierarchischen Strukturen in hornlosen Herden weniger gefestigt, und die Kuh, eigentlich ein Herdentier, muss individualistischer werden, weil sie in ihrer Herde weniger eingebettet ist.

Kuhhorn und Milchqualität

Das Kuhhorn ist ein wichtiger Beitrag zur Milchqualität
Die Hörner des Rindviehs sind nicht nur schön, sondern erfüllen eine wichtige Aufgabe bei der Verdauung und dem Stoffwechsel bei der Milchproduktion. Dies kann mit der bildschaffenden Hagalis Kristallanalyse der Milch dargestellt werden. Vergleiche der Milch von behornten und enthornten Kühen machen deutlich, dass die Kuh ihre Hörner braucht.
Kuhhörner sind Organe für die Kommunikation, Körperpflege und vor allem für den Stoffwechsel und die Verdauung. Die während der Verdauung entstehenden Methangase werden über die Hörner abgebaut und umgewandelt. Ohne Horn findet dieser Prozeß nicht statt. Die Gase stauen sich in der Stirnhöhle und verformen den Schädel. Außerdem leiden Kühe denen die Hörner entfernt wurden unter ständigen Phantomschmerzen. Zusätzlich verstümmelt die Enthornung nicht nur physisch sondern auch geistig. Wie man mittels Kristallanalysen zeigen kann weisen Kühe ohne Hörner eine verminderte Sinneswahnehmung auf. Das alles wurde nachgewiesen in einer Studie des Schweizer Veterinäramtes (BveT), also keine losen Argumente von Kuhhornromantikern.
Wer eine Kuh beim Wiederkäuen betrachtet, stellt fest, dass sie dabei ganz in sich gekehrt ist. Nicht nur das Maul, sondern der ganze Kopf ist in rhythmischer Bewegung, bis hinauf zu den Hörnern. Dort sind die Vibrationen, die durch das Mahlen der Backenzähne entstehen, besonders gut spürbar. Dabei erwärmt sich das Horn, und die Kuh gibt sich genüsslich den Säften, Dämpfen und Gerüchen hin. Diese breiten sich nicht nur in der Umgebung der Kuh aus, sondern steigen beim Wiederkäuen durch die Schädelhöhlen bis in die Hörner hinauf. Man kann sich vorstellen, dass sie in den beiden Höhlen der Knochenzapfen wahrgenommen werden können. So kann das Kuhhorn als ein Sinnesorgan verstanden werden.
Mit jedem Kalb bildet die Kuh einen Ring an der Basis ihres Hornes. Diese Ringbildung steht im Zusammenhang mit der Ernährung des Tieres. Während der Galtzeit wird der Futterbedarf der Tiere im Vergleich zur Laktationszeit besser gedeckt. In dieser Periode wächst das Horn stärker in die Dicke. Erst nach der Geburt, in der ersten Laktationszeit, wächst das Horn dünnwandiger und vermehrt in die Länge. So entstehen die Ringe. An den kürzeren Hörnern der Stiere fehlen sie bekanntlich.

Der verlorene Kampf ums Kuhhorn

Nur mehr 10% der Kühe in Österreich und der Schweiz haben Hörner. Der Kampf um das Kuhhorn ist praktisch schon verloren. Ich habe vor kurzem mit Judith Mudrak über das Thema Kuhnhorn gesprochen. Klar spielt das Thema Kuhorn bei Ihren Forschungen über die Rohmilch eine wichtige Rolle. Aber es verursacht auch sehr viel Streit. " Ich bin sehr froh darüber wenn ich viele Bauern zum Thema Rohmilch überzeugen kann, letztendlich muss der Bauer entscheiden wie wichtig ihm die Hörner seiner Kühe sind. Wenn der Konsument es fordert werden sich die Bauern danach richten". Es ist aber auch eine ganz klare wirtschaftliche Komponente. Horntragende Kühe brauchen mehr Platz, das heißt, lässt der Bauer seinen Kühen die Hörner bringt er im selben Stall anstatt 30 Kühen nur mehr 20 Kühe unter und weniger Tiere bedeutet weniger Einkommen.
Für das Horn ist der Kunde aber derzeit nicht bereit ein Drittel mehr Preis zu bezahlen.

Neue Züchtungen - Rinder ohne Hörner

Der Bumsti hat als Stier schon sehr viel für seinen Nachwuchs geleistet. Doch jetzt ist er als Zuchtbulle nicht mehr gefragt. Der moderne Markt verlangt nach hornlosen Rindern. Die Hörner werden über viele Generationen genetisch herausgezüchtet. Auf dem Markt haben heute nur mehr die Zuchtbullen ohne Hörner eine Chance. Damit ist eigentlich die Zeit der Kühe mit Hörner vorbei und wir Menschen haben wieder einmal etwas verändert was die Natur geschaffen hat.

Wo dürfen die Kühe noch Hörner haben

Bei der grossen Mehrheit der Züchter von Original Simmentaler, Original Braunvieh und den kleineren Rassen Rhätisches Grauvieh und Hinterwälder Vieh kommt die Enthornung nicht in Frage. Der Kopfschmuck der Hörner gehört in der Auffassung der Halter dieser Rassen zu den Tieren wie das Salz in die Suppe. Biologischdynamischen (Demeter) Betrieben ist das Enthornen gar gemäss Richtlinien untersagt. Die Bio-Suisse-Richtlinien lassen enthornte Bestände zu, wobei das Enthornen unter Bio-Suisse-Mitgliedern stark umstritten ist. In Österreich gibt es die Arche Austria, einen Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen. Bei den Zuchterhaltern der Rinder Rassen Ennstaler Bergschecken, Jochberger Hummeln, Kärtner Blondvieh, Murbodner Rind, Original Braunvieh, Orignal Pinzgauer Rind, Pustertaler Sprinzen, Tiroler Grauvieh, Tux Zillertaler Rind und Waldviertler Blondvieh ist die Enthornung kein Thema. Die Hörner gehören zur Rasse wie andere Zuchtmerkmale.

Der Kampf ums Kuhhorn in der Schweiz

Aus obigen Gründen darf in der Schweiz nur gerade eine von zehn Kühen mit Hörner durchs Leben gehen. Um die Lebensbedingungen der Kühe und die Milchprodukte zu verbessern und dabei Anreize für die Bauern zu schaffen, ihren Kühen die Hörner zu lassen wurde in der Schweiz 2015 die "Kuhhorn Initiative" lanciert. Die Initiative verlangt nicht ein Enthornungsverbot, das angesichts der kritischen Haltung der meisten Bauern sowieso chancenlos wäre. Eine Umverteilung von Subventionen wäre aber sehr wohl sinnvoll damit Bauern die sich für die Haltung von Hörner tragendenen Kühen entscheiden durch den entsprechenden Mehraufwand nicht benachteiligt werden. Noch braucht es wirtschaftliche Anreize um wieder zur Natur zurückzukehren. Letztlich aber geht es um die Würde des Tieres und dessen Wertschätzung durch den menschlichen Halter.

» Interessengemeinschaft Kuhhorn

Wieso haben die Kühe in der Werbung alle Hörner

In der Werbung wird eine glückliche Kuh suggeriert und die hat Hörner. In Wahrheit haben nur mehr 10% der Kühe Hörner. 90% der Kühe sind bereits enthornt. Kleine Initiativen für Kühe mit Hörner gibt es und die sollten wir unterstützen. Nur die Konsumenten können eine Änderung herbeiführen. Kaufen wir bei den Bauern ein die Kühe mit Hörner auf der Weide haben, so wird es eine positive Entwicklung geben.

Die Kuh ist ein Gedicht der Nächstenliebe

Das charakteristischste Merkmal des Hinduismus ist die Verehrung der Kuh und der Dienst an ihr. Die Kuh zu beschützen, bedeutet für mich eine der bewundernswertesten Äußerungen des menschlichen Fortschritts, denn der Mensch entwickelt sich damit über sich selbst hinaus. Für mich ist die Kuh die Verkörperung der gesamten infrahumanen Welt; sie versetzt den Menschen in die Lage, seine Einheit mit allem Leben zu erkennen. Es ist in meinen Augen eine Wahrheit, die sich von selbst versteht, dass die Kuh die natürliche Wahl als Symbol dieser Einheit sein muss ... Die Kuh ist ein Gedicht der Nächstenliebe ... Sie zu beschützen, heißt alle stummen Geschöpfe Gottes zu beschützen.
MAHATMA GANDHI